Griechenland : Eine teure Verlängerung mit schweren Folgen
Das Rettungspaket ist geschnürt und nun muss nur noch der Bundesrat zustimmen. Wenn so geschehen, fließen die 130 Milliarden einmal an Griechenland vorbei, direkt zurück zu den Banken. Selbst in der Koalition ist man sich jetzt nicht mehr sicher, ob alle Abgeordneten mitziehen werden. Trotz Rettungsaktion ist weiterhin ein Staatsbankrott im Gespräch und in der Welt fordert man sogar eine Doppelwährung. Was ist denn nun dran an der Rettung und was ist der Preis.
Bereits jetzt steht Griechenland vor einer schlimmen Depression. Jedem ist klar, eine Rettung wird das nicht. Die FTD titelt:
Griechen-Retter erkaufen sich Zeit
Auch nach der Einigung auf das neue Rettungspaket für Athen droht Griechenland langfristig von seinen hohen Staatsschulden erdrückt zu werden. Zwar vereinbarten die Finanzminister der Euro-Staaten nach 13-stündigen Beratungen in der Nacht zu Dienstag ein umfangreiches Programm, um die griechischen Schulden bis 2020 von heute über 160 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung auf gut 120 Prozent zu drücken. Experten warnten aber vor zu viel Optimismus.[1]
Werfen wir nun einen Blick auf die Konsequenzen für Griechenland, welche keinesfalls Tragbar sind:
Griechenlands Trauma der Fremdbestimmung
Die Wirtschaft liegt am Boden, das Land ist hoch verschuldet, fremde Mächte greifen in den Haushalt ein: Klingt wie Griechenland im Februar 2012? Tatsächlich beschreibt dieses Szenario die Lage im Land Ende des 19. Jahrhunderts.[2]
Nun noch ein Artikel von Günther Lachmann, den er in der Welt publizierte(Must Read):
Das Europa der Jahrespläne und der politischen Überwachung
In diesen Tagen wird zunehmend klar, wie sich die EU-Kommission und die Regierungen der Euro-Staaten das künftige Europa vorstellen. Es ist ein zentralistisches Gebilde, das künftig direkt in die Haushaltsbudgets der Mitgliedsstaaten hineinregieren kann.[3]
Fitch hat mit seinem Rating eigentlich alles gesagt, die Frage ist nur, warum dauert das alles so lange? Mit C liegt Griechenland nun genau eine Stufe über D, sprich dem Totalausfall. Der dürfte erst dann kommen, wenn der Haircut auf breiter Front durch ist. Zu den horrenden Credit Default Swaps haben wir uns in anderen Artikeln bereits ausgelassen. Es ist klar, dass Griechenland eigentlich “D”efault ist, nur würde die Wahrheit nun die Banken sprengen, welche im hohen Maße mit den CDS die Märkte geflutet haben.
Sollten die Gläubiger nicht freiwillig den Haircut hinnehmen, würde es zur Not per Gesetz geschehen, so die Nachricht aus Athen. Wie in diesem Fall dann der “Ausfall” bewertet wird, vermag ich nicht zu sagen, da es auf ein Konsortium aus den selben Banken ankommt, welchen diese toxischen Papiere in Umlauf gebracht haben. Zumindest dürfte die Argumentation dann schwierig werden.
Vermutlich wird am Montag das Steuersäckle über den Griechen, eigentlich den Gläubigerbanken ausgeschüttet. Es ist beachtlich wie emotionslos das von den Steuerzahlern, die diese Rechnung am Ende bezahlen werden, hingenommen wird. Da Griechenland wie oben beschrieben und von mir bereits vor 2 Jahren angekündigt in die Depression rutschen dürfte, ist natürlich die Rettung an sich schon eine Farce. Meine Bescheidene Vermutung ist, nach dem Haircut wird zunächst Portugal thematisiert und dann kommt irgendwann das Unausweichliche, der griechische Staatsbankrott.
Auch in Portugal sieht es übel aus, jedoch sind dort im Augenblick die Chinesen auf Einkaufstour. Zu Portugal werden wir noch einen ausführlicheren Artikel veröffentlichen.
Carpe diem
[1] http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-griechen-retter-erkaufen-sich-zeit/60172114.html
[2] http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-griechenlands-trauma-der-fremdbestimmung/60172425.html
[3] http://guentherlachmann.wordpress.com/2012/02/22/das-europa-der-jahresplane-und-der-politischen-uberwachung/
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50 Responses to Griechenland : Eine teure Verlängerung mit schweren Folgen
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nach meinem dafürhalten muss der Euro und Griechenland noch lange “gerettet” werden, sprich am monetären Transfer-Tropf hängen.
Warum?
Ganz einfach, die Logistik für die totale Kontrolle ist noch nicht ausreichend, die totale Infrasturktur für die Überwachung jedes Einzelnen Menschen, z.B. durch implantierten Chip, die völlige Bargeldabschaffung und was man eben für die Kontrolle sonst noch so alles braucht.
Das geht ja auch in kleineren Schritten vor sich, damit das Massenvolk nicht zu schnell unruhig wird und damit nicht mehr beherrschbar.Ein plötzlicher Euro-Kollaps, in den kommenden Wochen, wäre für die Elitisten, die Machtfreaks nicht mehr steuerbar.
Denn es geht auch um absolute Macht und Herrschaft – doch das ist uns ja alles schon bekannt.
Mal ne Frage an cheffe.
Wäre es nicht möglich, das nach dem Austritt der Griechen eine Art chinesischer Marshallplan eintreten könnte ?
Bei den Portugiesen nisten sie sich ja auch schon ein.
“Profiteure der Griechenlandkrise – gibt’s die wirklich?”
http://elladazoi.blogspot.com/2012/02/profiteure-der-griechenlandkrise-gibts.html
Die Skepsis gegenüber dem neuen Hilfspaket wächst. Kurz vor der Abstimmung im Bundestag sehen Bundesfinanzminister Schäuble und Euro-Gruppenchef Juncker kein Ende des Pleitedramas. Die Troika befürchtet gar einen Zahlungsausfall.
http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-euro-retter-trauen-hellas-paket-nicht/60173690.html