Eskalation : Iranisches Militär schießt US-Drohne ab

iranusa

Die Lage zwischen den USA und dem Iran ist schon länger sehr gespannt, jedoch meldet Heute Reuters, dass im Osten des Iran eine US-Drohne abgeschossen wurde. Die nach iranischen Angaben kaum beschädigte Drohne soll von den Streitkräften beschlagnahmt worden sein, so weiter auf Reuters. Es handelt sich um eine Lockheed Martin RQ-170 Sentinel. Dieses ist eine Tarnkappendohne die nach offiziellen Angaben noch in der Erprobung stecken soll.


Laut Reuters wurde der Abschuss vom iranischen Militär im staatlichen Fernsehen gemeldet. Sollten diese Angaben stimmen, dürfte es in Kürze einige diplomatische Verwerfungen geben. Eine Tarnkappendrohne der USA in den Händen des iranischen Militärs, dürfte in jedem Fall nicht ignoriert werden.

Hier eines der seltenden Bilder der Dohne:

Quelle: Wiki

Laut Wikipedia gibt es gerade 3 Stück von dieser Drohne. Eingesetzt worden ist diese nach Informationen bisher wohl nur in Afghanistan im Zuge von de Opeation Enduring Freedom. Warum die USA eine solche Drohne über Feindgebiet einsetzen sollten, welches über ein ausgefeiltes Luftabwehrsystem verfügt, erscheint auf den ersten Blick nicht schlüssig.

Wie die USA auf diese Aktion des Iran reagieren wird, darüber lässt sich nur spekulieren.

Carpe diem und danke an Leo für den Hinweis.

Quellen :
http://www.reuters.com/article/2011/12/04/us-iran-usa-drone-idUSTRE7B30CQ20111204

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/714197/Iranisches-Militaer-schiesst-USDrohne-ab-?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/index.do

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64 Responses to Eskalation : Iranisches Militär schießt US-Drohne ab

  1. Wachtraum sagt:

    So oder so,auf jeden fall scheint es so dass die Iraner auf alles vorbereitet sind,in Kampfstellung sind,und den Finger am abzug haben,in allen Himmelsrichtungen Allhas.
    Allah provozierte einen technischen defekt an der Drohne sodass sie von den Mulhas untersucht werden kann.
    Hab ich irgendwo in einem Forum gelesen.

  2. olf sagt:

    Oh, man testet Irans Luftverteidigung.
    Die Drohne war doch nicht ohne Grund dort.
    Die letzten 2 Tage wurde es sowiso verdächtig ruhig um Syrien und Iran.
    Könnte mir gut vorstellen das das die Ruhe vor dem Sturm ist.

  3. kernschatten sagt:

    denke ich auch… das bumst… so oder so…

  4. Frank H. sagt:

    USA räumen Verlust von Drohne ein

    Iran hat offenbar eine US-Drohne erbeutet: Die Nato bestätigt, die Kontrolle über ein Aufklärungsflugzeug verloren zu haben. Die USA bestreiten jedoch, dass das Objekt durch Beschuss zu Boden ging

    Hamburg – Es ist die jüngste Eskalation im Konflikt zwischen Iran und westlichen Ländern: Am Sonntag hat das iranische Militär den Abschuss einer US-Drohne bekannt gegeben, die in den Luftraum des Landes eingedrungen sein soll. Nun bestätigt die Nato im benachbarten Afghanistan den Verlust eines Aufklärungsflugzeugs.

    “Die Drohne, auf die sich die Iraner beziehen, könnte ein unbewaffnetes US-Aufklärungsflugzeug sein, das Ende vergangener Woche eine Mission über Westafghanistan flog”, teilte das Verteidigungsbündnis in Kabul mit. Die Bodenkontrolleure der Drohne hätten die Kontrolle über das Flugzeug verloren und sich seitdem darum bemüht, “seinen Status festzustellen”.

    Die USA räumten zwar indirekt den Verlust der Drohne ein, bestritten jedoch, dass diese abgeschossen wurde. Es gebe bislang “absolut keinen Hinweis” darauf, dass die Drohne durch Beschuss zu Boden gegangen sei, sagte ein Regierungsvertreter.

    Das iranische Militär hatte die Drohne nach eigenen Angaben über einer östlichen Provinz abgeschossen. Es handele sich um eine Drohne vom Typ RQ-170, die mit geringem Schaden geborgen worden sei. Die RQ-170 Sentinel des Herstellers Lockheed Martin gilt als eines der modernsten Spionage-Instrumente der USA. Erst vor zwei Jahren hatte das US-Militär die Existenz der RQ-170 bestätigt.

    Irans Außenminister schweigt

    Dem iranischen Außenminister Ali Akbar Salehi war zu dem angeblichen Vorfall, für Iran eine ideale Vorlage für eine Propaganda-Schlacht, nichts zu entlocken. Wie geplant erschien er am Sonntag als Gast für die internationale Afghanistan-Konferenz in Bonn. Salehi ließ aber jede Gelegenheit aus, den Auftritt für einen möglichen Propaganda-Krieg zu nutzen.

    Als er vor dem Gespräch mit Außenminister Guido Westerwelle (FDP) zu einem Fototermin anrückte, wurde Salehi von Journalisten bedrängt, etwas zu der Drohne sagen – doch er schwieg eisern. Ob er sich schließlich unter vier Augen mit Westerwelle über den Vorfall geäußert hat, wurde nicht bekannt.

    Westerwelle rief Iran angesichts der jüngsten Spannungen zum Einlenken auf. Wenn Iran zur Kooperation mit der internationalen Gemeinschaft zurückkehre, könnten die Sanktionen gegen das Land jederzeit zurückgenommen werden, sagte der Außenminister. Das liege ganz in der Hand Teherans.

    Westerwelle sagte, er begrüße die Teilnahme Irans an dem Treffen. Die Nachbarschaft Afghanistans sei für die Entwicklung des Landes sehr wichtig. “Das bezieht Iran mit ein.”
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,801649,00.html

  5. olf sagt:

    Vermutlich wurde die Drohne in irans Luftraum mavövriet und dann ist die Drohne einfach in ner iranischen Millitärbasis gelandet ohne das die Iraner irgendwas mitbekommen heben.
    Nun behaupten sie die Drohne wäre abgeschossen worden.
    :)
    Wer weiß wer weiß…leider kennt man die Wahrheit nie!

  6. Berg sagt:

    Das iranische Militär hatte die Drohne nach eigenen Angaben über einer östlichen Provinz abgeschossen. Es handele sich um eine Drohne vom Typ RQ-170, die mit geringem Schaden geborgen worden sei. Die RQ-170 Sentinel des Herstellers Lockheed Martin gilt als eines der modernsten Spionage-Instrumente der USA. Erst vor zwei Jahren hatte das US-Militär die Existenz der RQ-170 bestätigt.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,801649,00.html

  7. Berg sagt:

    Die Entwicklung der RQ-170 begann 2004, als die DARPA den Auftrag zur Entwicklung einer Tarnkappendrohne erteilte und dafür eine Milliarde Dollar zur Verfügung stellte.[3] Daraufhin begann die Lockheed Advanced Development Projects Unit, besser unter dem Namen Skunk Works bekannt, mit der Entwicklung und Produktion von drei Prototypen.
    Die RQ-170 untersteht dem 30th Reconnaissance Squadron, welches auf der Tonopah Test Range, Nevada stationiert ist. Seit 2007 wird die Drohne vermutlich im Rahmen der Operation Enduring Freedom in Afghanistan eingesetzt.[4] Die Einsätze werden dabei vom Kandahar International Airport aus geflogen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_Martin_RQ-170

  8. Berg sagt:

    Es handelt sich um eine Lockheed Martin RQ-170 Sentinel. Dieses ist eine Tarnkappendohne die nach offiziellen Angaben noch in der Erprobung stecken soll.

    kann also nicht ganz stimmen jens.

  9. Frank H. sagt:

    Nochmals ein Video zur Erinnerung wo wir stehen. Der junge Abgeordnete aus den USA bringt es schön auf den Punkt wer hier die Agenda vorantreiben will.
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=S1OgwCWd5-U#!
    Außerdem 2 Videos von Daniel Estulin der die kritische Lage im Europaparlament ansprach. Es ist 1 Minute vor 12 Uhr meiner Meinung nach.
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=rgzu9FRCw8Y
    http://www.youtube.com/watch?v=TjaogU0HMP0&feature=player_embedded
    Und es geht nicht um Panikmache, sondern um die nackte Wahrheit. Und wer wissend ist kann sich schützen.

    • Berg sagt:

      dann sag ich schon mal tschüss, wenn du meinst 2012 nicht mehr zu erleben. *ironie aus* an so einer angst davor kann man auch krank werden.

    • kernschatten sagt:

      Na ja, was Estulin sagt, klingt doch logisch… Sie haben alle Ressourcen und alles Geld der Welt… sie benötigen kein Wachstum mehr. Weder das der Wirtschaft und schon gar nicht das der Bevölkerung.

      Was sie nur noch brauchen: Die unnützen Fresser (das sind wir) müssen verschwinden, damit wir ihnen nicht den Rest des noch sauberen Wassers wegsaufen und die letzten Rohstoffe weg-verbrauchen… ganz simpel… gut, ein paar Sklaven für den Rest der Annehmlichkeiten werden sie sich noch zurückbehalten… und der Rest springt über die Klinge…

      • Kama sagt:

        Naja, rein oekologisch gesehen brauchen die nicht mehr.
        Rein menschlich gesehn kennt die Gier keine Grenzen.

        Korrupte Menschen mit Macht koennen so viel haben wie sie wollen, es wird aber nie genug sein. Es wird fuer die immernoch irgendwo irgendwas zu erobern geben.

        Ich seh es zwar nicht so, aber man koennte fast sagen fuer die Machthaber ist es doch nichts anderes als ein schoenes, grosses Spiel, darum wer denn den meisten Einfluss auf die menschliche Geschichtschreibung hat oder wer denn der Erste sein wird der endlich die komplette Welt erobert.
        Brauchen tat das doch nie jemand, was aber trotzdem nicht Abertausende davon abgehalten hatte es zu versuschen, leider…

  10. olf sagt:

    Achmadinejad ist doch wahrscheinlich schon seit ner Woche tot!
    Wird bloß nicht berichtet.
    Leider können auch die msm nichts gegen die Verbreitung von Gerüchten tun.

    http://aro1.com/wo-ist-achmadinedschad/

    • Newsticker2012 sagt:

      Bitte Olf,
      hör mit dem Zeug auf.
      Ahmedenidschad wohl auf ist, dass wäre das erste was die westlichen Medien auf den Präsentierteller legen würden.
      Denk ab und an mal nach bitte.
      News

  11. Hans sagt:

    frank: zu deinem ersten video:

    duke wurde ja auch erst letzte woche in köln verhaftet und wird demächst aus dem schengenraum ausgewiesen (lebte bisher in zell am see).
    sein antizionismus gilt hierzulande als antisemitismus.

    • Frank H. sagt:

      @ Hans und @ Alle.
      Viele Menschen wissen leider nicht was der Unterschied zwischen Zionismus und Semitismus ist. Erstere ist eine uralte seit der Antike bstehende politische Bewegung (sie begann unter der Subpression der Römer als Israels Völkchen aus Judäa rausflog), letzteres ist ein ethnischer Völkerstamm über mehrere Länder verteilt der Antike (historisch ähnlich wie die Germanenstämme).
      Die antiken Israeliten werden ethnisch zu den Semitenvölkern gezählt. Ägypter sind ebenfalls Semitenstämmig, auch die Malteser.
      Nun das er rausflog ist pure Angst vor der Wahrheit. Mit dem nationalsozialismus hat das nur in DE zu tun. In Amerika so musste ich erfahren geht man ganz andres mit dem Thema Nationalismus um. Dort heissen diese rechtsaussen Neocons und sind bei den Reps zu Hause.
      Die dritte Gründung Israels war ein riesen Fehler, getrieben von Größenwahn jüdischer Superreicher und Dummköpfe.

  12. Shisaku_Suru sagt:

    Der Mainstream scheint erstmal wieder zurück zu rudern. War das vielleicht ein “Stresstest”? Ne reine Provokation. Scheint den Amis mit den “Beweisen” für Atomwaffen zu lange zu dauern.
    Nur so ein Gedanke von mir.

    Greetz Alex

  13. zeitzeuge sagt:

    “Die Kunst des Krieges” und “Propaganda” sind zwei Bücher, die man lesen sollte, um die Geschehnisse zu verstehen.

    Es ist in erster linie nicht relevant, ob und wie etwas passier ist, sondern vielmehr, wie man darüber berichtet, und wer darüber berichtet.

    Die Ereignisse ergben oft erst im historischen Rückblich ein Gesamtbild.

  14. Frank H. sagt:

    Ex-Mossad-Chef hasst den Krieg mit ganzer Seele

    Der abgetretene Mossad-Chef Meir Dagan gibt ein ungewöhnlich offenes Interview. Er kämpft mit den Tränen, spricht über das Töten und mögliche Angriffe auf Syrien.

    “Es macht keine Freude, jemandem das Leben zu nehmen. Wer das genießt, ist ein Psychopath“, sagt ein Mann, von dem man diese Worte nicht erwartet hatte. Meir Dagan, der bis Anfang dieses Jahres Chef des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad war, geht ein anderer Ruf voraus: Dagans Spezialität sei es, „den Kopf eines Arabers von seinem Körper abzutrennen“, hatte Ariel Scharon über seinen Armeekameraden einst gesagt, den er 2002 überraschend zum Chef des Mossad machte.

    Meir Dagan
    Der Ex-Mossad-Chef Dagan spricht ungewöhnlich offen in einem Interview. Was viele gerne wissen würden, kann er jedoch nicht sagen

    Legenden zufolge soll er mit der einen Hand einen Araber erwürgt und gleichzeitig mit der anderen eine Granate entschärft haben. Und jetzt, noch nicht einmal ein Jahr nach dem Ende seiner Amtszeit, sitzt der 66-Jährige in seiner Wohnung über den Dächern von Tel Aviv und gibt sein erstes Fernsehinterview.

    Wenn aber einer das Töten nicht genieße und es trotzdem so oft in seinem Leben getan habe – was sage das über so einen Menschen aus, fragt die bekannte Journalistin Ilana Dajan. Dagan atmet tief aus, wiegt den Kopf hin und her, er weiß, dass die Frage ihm persönlich gilt: „Ich hoffe, dass er damit leben kann“, sagt er dann.

    Man merkt dem Geheimdienstler an, dass er den Umgang mit den Medien nicht gewohnt ist, oft wirkt er etwas unbeholfen. Das mag auch daran liegen, dass er immer auf der Hut sein muss. Die meisten Fragen darf er nicht beantworten.

    Dagan hat Militärkoordinator der Hisbollah gekannt

    Da flimmern Aufnahmen aus dem Herzen der syrischen Hauptstadt Damaskus über den Bildschirm. Als Imad Mughnia am 12. Februar 2008 seinen Jeep startete, explodierte ein Sprengsatz, der Militärkoordinator der schiitischen Terrororganisation Hisbollah war sofort tot. Sofort fiel der Verdacht auf den Mossad. Dagan wiegelt ab: „Weiß ich nicht, ich kenne den Vorfall nicht.“

    Aber den Mann, das muss er lächelnd zugeben, den habe er doch gekannt. Im Jahr 1978 habe er Mughnia in dessen Geburtsort Tir Daba im Südlibanon zufällig getroffen, weil dessen Onkel der Dorfälteste gewesen sei. Der habe darum gebeten, den jungen Imad in Ruhe zu lassen, weil er nichts mit der Palästinenserorganisation Fatah zu tun habe. Hätte er gewusst, was aus dem Jungen mal würde, hätte das Gespräch eine andere Wendung genommen, sagt Dagan halb drohend, halb scherzend.

    Um den Anforderungen der Militärzensur genüge zu tun, müssen alle Fragen zu angeblichen Mossad-Aktivitäten auf ausländischen Medienberichten beruhen. Manchmal geht es deshalb recht verwirrend zu. Will die Journalistin Dagan fragen, ob er nach dem Mord an dem Hamas-Mitglied Mahmud al-Mabhuh am 20. Januar 2010 nicht seinen Rücktritt hätte anbieten müssen, muss sie von einer „theoretischen Geheimdienstaktion“ sprechen, die von einem „theoretischen Geheimdienstchef“ in einem „theoretischen Staat“ genehmigt worden wäre.

    Das überschaubare Dubai ist fast komplett von Überwachungskameras abgedeckt, deshalb ergibt sich ein erstaunlich vollständiges Bild des Mordes an einem Mann, der für den Waffenschmuggel nach Gaza verantwortlich sein soll und enge Beziehungen zur Hisbollah und zum Iran unterhielt. WELT ONLINE zeichnet den Tathergang nach:

    Der Hamas-Waffenhändler wurde in seinem Hotelzimmer in Dubai ermordet. Mit den Aufnahmen der allgegenwärtigen Überwachungskameras konnte die Polizei die Tat fast lückenlos dokumentieren und die Agenten mit ihren gefälschten Pässen identifizieren. Die Verantwortung für den Mord an Mabhuh übernimmt der Ex-Spion zwar nicht direkt, kontert aber mit vielsagenden Gegenfragen – etwa: Haben die Bilder der Überwachungskameras zu einer Festnahme geführt?

    Ebenso kryptisch sagt er, die Forderung, Mossad-Aktionen müssten in einer sich ständig verändernden Umgebung fehlerfrei ablaufen, sei zwar berechtigt. „Aber wir alle wissen, dass sie nicht realistisch ist.“ Das kann jeder so verstehen, wie er möchte.

    “Richtig, Gott lenkt alles.”

    Dagan hat seine eigenen Erklärungen, die er verschmitzt lächelnd kundtut. Die Morde an iranischen Nuklearwissenschaftlern, Flugzeugabstürze, hochentwickelte Computerviren im iranischen Steuerungssystem und allerlei Explosionen in den Atomanlagen – für all das sei also Gott verantwortlich? „Richtig, Gott lenkt alles. Also scheint mir, dass er auch weiß, wie man solche Dinge steuert.“

    Dieses etwas alberne Katz-und-Maus-Spiel ist der saure Apfel, in den der ehemalige Geheimdienstler beißen muss. Die Neugier auf jene Geschichten, die er weder erzählen darf noch erzählen will, ist riesig. Doch Dagan hat ein anderes Anliegen, und deshalb gibt er dieses ungewöhnliche Interview, deshalb ist er seit dem Ende seiner Amtszeit nie wirklich ins Private verschwunden.

    Dass er Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak nicht traut, daraus macht er kein Hehl. Dagan ist davon überzeugt, dass der Iran vor 2015 nicht in den Besitz einer Atombombe kommen werde und die Zeit für einen militärischen Angriff deshalb noch nicht reif sei. Warum war es – nach ausländischen Medienberichten natürlich – richtig, den Reaktor in Syrien anzugreifen, fragt die Interviewerin?

    Und warum sei es dann falsch, das Atomprogramm des Iran anzugreifen? Beide Situationen wiesen keine Gemeinsamkeiten auf, stellt Dagan klar. Um das syrische Atomprojekt auszuschalten, hätten – „nach ausländischen Medienberichten“, sagt jetzt sogar der ehemalige Mossad-Chef – gezielte Schläge auf zwei oder drei Ziele genügt. Außerdem durfte man davon ausgehen, dass die Syrer kein Interesse an einer Eskalation hatten und deshalb stillhalten würden.

    Militärische Option sei letzte Alternative

    Wenn Verteidigungsminister Barak nun sage, Israel blieben noch neun Monate zum Handeln, dann mache ihm das große Sorgen. „In meinen Augen ist die militärische Option die letzte Alternative.“ Wenn der Iran die Entscheidung treffe, das Endstadium der Nukleartechnik zu beginnen, bliebe noch ausreichend Zeit, um „dramatische und extreme Entscheidungen“ zu treffen.

    Doch was, wenn er sich irre und Barak und Netanjahu recht haben? Israel würde vor einem Holocaust stehen, vor der bisher ungekannten Bedrohung eines „wahnsinnigen Landes mit Atomwaffen“. Und wieder überrascht Dagan: „Der Iran funktioniert wie ein rationales Land. Er zieht die Auswirkungen seines Handelns in Betracht.“ Deshalb finde in Teheran kein hysterischer Wettlauf zur Atombombe statt. Präsident Mahmud Ahmadinedschad sei auch nicht wahnsinnig, sondern „sehr gerissen“.

    In jedem Fall ziehe man nur mit offenen Augen in einen regionalen Krieg, wenn man angriffen werde oder wenn „das Messer in’s lebende Fleisch schneidet“. Denn ein Krieg mit dem Iran unter Beteiligung der syrischen Armee, begleitet von Raketenangriffen der Hamas aus dem Süden, der Hisbollah aus dem Norden, das sei „eine reale Möglichkeit“.

    Dagan kämpft mit den Tränen

    Ob er recht hat oder nicht, man glaubt diesem auch körpermächtigen Mann die ehrliche Sorge. Sie nährt sich aus dem Trauma des Jom-Kippur-Krieges 1973. Er erinnere sich an das Gefühl der Allwissenheit, das damals in Israel geherrscht habe, sagt er. Es werde keinen Krieg geben, nichts könne geschehen, hieß es noch, kurz bevor der blutige und verlustreiche Krieg ausbrach. Dagan war mit dabei an der Front.

    Als er über einen Kameraden spricht, der neben ihm in einem Panzer getötet wurde, kämpft er mit den Tränen. Nach einer sehr langen Pause sagt er: „Es gibt kein Vergessen.“ Dann wird er gefragt: Würde er alle Kriegserinnerungen aus seinem Gedächtnis löschen, wenn er könnte, die guten wie die schlechten. Bestimmt und ohne zu zögern, antwortet er: „Sehr gern!“

    Das ist der intimste Moment dieses Interviews: Der hochdekorierte Soldat und ehemalige Geheimdienstchef, der Generalmajor Meir Dagan hasst den Krieg mit ganzer Seele.
    http://www.welt.de/politik/ausland/article13750829/Ex-Mossad-Chef-hasst-den-Krieg-mit-ganzer-Seele.html

  15. Frank H. sagt:

    Russische Militärtechnik half möglicherweise die Drohne abzufangen. Es gibt da ein mobiles Ortungs- und Abfanginstrument aus Russlands Militärmottenkiste.
    Leider nur in Englisch.
    http://articles.businessinsider.com/2011-12-05/news/30476929_1_jamming-tehran-iran-six-weeks

    • Nur eine Nummer sagt:

      Hi Frank,

      mir kam gestern so der Gedanke, ob nicht vielleicht sogar die Chinesen die E-Technik geliefert haben, mit der die Drohne eventuell einfach fehlgeleitet wurde? Die Pakistanis würden das sicherlich auch unterstützen und da die ja mit den Chinamännern eine Waffenbruderschaft haben, könnte da Teamarbeit dranhängen.

      Ich komme darauf, weil vor ca. 1 Jahr mal gesagt wurde, dass die Chinesen in der Lage seien, das GPS-Signal so zu verändern, dass falsche Standorte angegeben werden. Könnte nicht auch so ein Marschflugk. oder eine Drohne weggelenkt werden, wenn das andere Signal weggedrückt würde? Zumindest, wenn die keine Selbstzerstörung eingebaut haben und der Flug nicht völlig autark läuft, wäre der Vogel weg! Autsch! Das ist schon bitter, wenn das kein von den Amis gewolltes Ereignis war …

      LG Martin

  16. Frank H. sagt:

    Vielleicht weis ja das russische V Ministerium Rat
    http://eng.mil.ru/en/index.htm

  17. Newsticker2012 sagt:

    Politik

    Donnerstag, 08. Dezember 2011
    Bereiten USA den Iran-Krieg vor?Drohne spähte Atomanlagen aus

    http://www.n-tv.de/politik/Drohne-spaehte-Atomanlagen-aus-article4960071.html

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