China vs. USA : Das Ende des amerikanischen Jahrhunderts?
Der Sturm, welcher sich über den vereinigten Staaten von Amerika ausgebreitet hat, scheint allmählich seinen Höhepunkt zu finden. Werden die USA sich einreihen bei dem alten Rom, Karthago oder auch Griechenland, welche unter Dekadenz und Größenwahn zusammenbrachen? Den genauen Zeitpunkt kann man nicht bestimmen, jedoch sieht es aus, als hätte die letzte runde begonnen und im Ring befinden sich vor allem die Weltmächte China und die USA. Beobachtet man das Treiben zwischen den Zeilen, lässt das nichts gutes vermuten.
Auch wenn über die europäischen Probleme häufig davon abgelenkt wird, dass die USA sowohl wirtschaftlich als auch entwicklungsmäßig völlig am Ende sind, dürfte den meisten Lesern nicht entgangen sein, wie der Status Q im Augenblick ist.
Alles, beginnend vom Geldschöpfungsprozess mit Zins und Zinseszins, über die Wirtschaft, bis hin zu den politischen Entwicklungen in diesen Nationen, steht in einer Kausalkette. Jedes Glied was ausfällt, bedingt weitere Folgen. Wenn bei einem Haus das Fundament entfernt wird, hilft es nichts über die im Mauerwerk entstehenden Risse eine neue Tapete zu kleben und genau das ist es, was im Augenblick überall gemacht wird.
Was sich in den letzten Tagen abgespielt hat, führte bei mir nicht unbedingt zu einem Freudentanz. Es wirkt tatsächlich, als würden die USA versuchen den – eigentlich unaufhaltbaren – Gegner China, mit einer Blutgrätsche zu Fall bringen zu wollen. Hier mögen Sie natürlich anführen, dass sich die USA damit auch selbst schädigen würden. Bedingt gebe ich Ihnen Recht, möchte jedoch einige Punkte ansprechen und Sie bitten diese in Ihre Überlegung mit einzubeziehen.
China legt ein rasantes Wachstum hin und ist im Augenblick noch angewiesen auf Exporte und dieses in großen Teilen auch an die USA. Bezahlt wird das ganze mit Schuldscheinen, die nie eingelöst werden dürften. China seinerseits geht mit diesen Schuldscheinchen immer mehr auf Einkaufstour in der ganzen Welt, unter Anderem auch in den USA. Was dort mittlerweile an Infrastruktur und Sachwerten den Besitzer gewechselt hat, ist mehr als beachtlich.
China hat sich wesentlich besser und schneller entwickelt, als dieses von etlichen westlichen Experten vorhergesehen wurde und es dürften nur noch wenige Dekaden – wenn überhaupt – vergehen, bis China eine funktionierende Binnenwirtschaft hat. Man sollte auf keinen Fall den Fehler wiederholen, welchen man bereits bei Japan machte, indem man China unterschätzt. Wir reden hier auch über 1,3 Milliarden Menschen und nicht über knapp 130 Millionen (Japan). Auch ist es kaum vorstellbar, dass die USA die Werkbank des Osten spielen wollen und somit wären Sie ausschließlich ein Wettbewerber um die Rohstoffe.
Eine der wichtigen Fragen die man sich stellen muss, ist wie kam S&P auf einmal auf die Idee die USA herab zu stufen? An der desaströsen Lage der USA hat sich nicht wirklich viel geändert. Es dauerte auch nicht lange, bevor China harsche Worte Richtung Washington sandte und das sind nur einzelne Punkte in dieser Kette. Es ist für mich kaum vorstellbar, dass sich S&P getraut hätte die USA herunter zu stufen, ohne ein entsprechendes Nicken aus dem weißen Haus.
Nun aber zurück zu meiner Befürchtung. Wenn die USA nicht völlig an Welwirtschaftlicher- und Weltpolitischer Bedeutung verlieren wollen, müssten sie China aufhalten und das Zeitfenster dürfte sehr eng sein. China hat nur wenige offene Flanken und die werden mehr und mehr geschlossen. Eine war zum Beispiel die Ernährungsfrage der eigenen Bevölkerung. Nachdem China im Jahr 2007 scharfe Töne nach Washington sandte, stiegen innerhalb kürzester Zeit die Preise für Grundnahrungsmittel ins unermessliche. Überall brachen Hungerrevolten aus und das wovor China sich am meisten fürchtet, sind die Bauern und die arme Bevölkerung. Hier noch einmal eine Grafik dazu :

Ein Beitrag von Spiegel-Online zu der damaligen Situation zwischen den USA und China hieß : Pearl Harbor ohne Krieg
Nachdem China einlenkte und gegenüber den USA nachgab, regulierten sich die Preise für Grundnahrungsmittel innerhalb kürzester Zeit. Es wirkt jedoch als hätte China daraus gelernt und sich danach entsprechend vorbereitet, denn ein ähnliches Vorgehen im Jahr 2010 führte offensichtlich nicht zum gewünschten Erfolg. Damals schrieb ich dazu einen Artikel mit dem Titel : Hungersnöte 2007 ein Deja-Vu. Dieses wäre eine solche Flanke, die nun scheinbar besser geschützt wurde.
Eine Flanke in China, welche dieses Weltreich zum Einsturz bringen könnte, ist der kreditfinanzierte Immobiliensektor. Dort herrscht eine Blase von ungeahntem Ausmaß und wenn diese Platz, bleibt kein Stein auf dem Anderen. Es würde einen deflationären Crash auslösen, der meiner Ansicht nach alles bisher gewesene in den Schatten stellt. China versucht bereits mit aller Gewalt (Anhebung der Leitzinsen, drastische Erhöhung der Mindestreserve, etc) gegen dieses Risko anzugehen, jedoch haben sich sehr schnell neue Schlupflöcher gebildet und diese werden auch genutzt.
Rein militärisch ringt China den USA immer mehr ab. Hier seien nur zwei wichtige Punkte exemplarisch genannt :
-Neue Rakete “Dongfeng 21 D” : Chinas Schiffskiller alarmiert US-Militärs
-Erster chinesische Flugzeugträger beendet Testfahrt
Ein großer Teil der amerikanischen Macht beruht auf den Flugzeugträgern und jene verlieren gegen China nun immer mehr an Bedeutung. Es ist anzunehmen, dass dieser Umstand in den USA nicht unbedingt zu Freudentänzen führt.
Die alles entscheidende Frage ist am Ende jedoch folgende: Sind die USA breit nun ein wirklich böses Foul zu begehen um zumindest eine Chance zu haben nicht als absolute Verlierer aus diesem Spiel zu gehen? Auch unter der Vorraussetzung, dass sie selbst schwer-verletzt vom Platz getragen werden müssen? Meine persönliche Meinung ist, ja das sind sie, denn ich denke das dort keine großartige Wahl mehr herrscht.
All diese Gedanken sollen gerne zur Diskussion anregen und ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Wenn diese Gedanken jedoch stimmen würden, stehen uns sehr harte Zeiten ins Haus, soviel darf als gesichert betrachtet werden. Take care of you!
Carpe diem
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31 Responses to China vs. USA : Das Ende des amerikanischen Jahrhunderts?
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Wir reden hier auch über 1,3 Milliarden Menschen und nicht über knapp 130 Millionen (Japan).
…und braucht zwar die Rohstoffe, doch längerfristig bestimmt nicht den Rest der Welt.
China hat, wenn weit genug entwickelt, bei dieser Größe und Menschenmasse die Möglichkeit autark zu werden, ja vorausgesetzt sie bekommen die Umweltzerstörung in den Griff. Doch das traue ich den Chinesen zu.
http://www.bloomberg.com/news/2011-08-15/china-increased-treasury-holdings-for-third-month-in-june-as-demand-waned.html
die chinesen spuren und kaufen brav weiter….
[...] China vs. USA: Das Ende des amerikanischen Jahrhunderts? Der Sturm, welcher sich über den vereinigten Staaten von Amerika ausgebreitet hat, scheint allmählich seinen Höhepunkt zu finden. Werden die USA sich einreihen bei dem alten Rom, Karthago oder auch Griechenland, welche unter Dekadenz und Größenwahn zusammenbrachen? Den genauen Zeitpunkt kann man nicht bestimmen, jedoch sieht es aus, als hätte die letzte runde begonnen und im Ring befinden sich vor allem die Weltmächte China und die USA. Beobachtet man das Treiben zwischen den Zeilen, lässt das nichts gutes vermuten. (infokriegernews.de) [...]
Das NATO Imperium unter Leitung der CoL und seiner Aussenstelle NY., das ganze darf auch das Reich der Finsternis genannt werden, attackiert weiter seinen Erzrivalen China, der kein Deut besser ist in Bezug auf den Umgang mit sinnvoller und ehrlicher Freiheit und Würde. Einerseits ist man also Handelspartner andererseits potenzieller Gegner im Kampf um die Macht der Erde und um die Buhlschaft mit Russland. Russland sitzt zwischen China und NATO fest. Völlig eingekeilt. Der größte Schuldenberg der Erde bekommt immer mehr Zunder verpasst, um in einem großen Finale alles in Schutt und Asche zu legen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,782374,00.html
Alle Staaten der Welt leben in der totalen Lüge und sind verschuldet bis über den Rand.
Wie bitte soll das gut gehen?
Wenn eine Rezession kommt, dann ist der Kapitalismus am Ende, wir werden zurück katapultiert in eine andere Zeit, denn ohne Geld wird keiner mehr ne Dienstleistung erbringen.
Fängt einer an und stürzt, dann ist es wie bei der Loveparade, es bricht die Panik aus.
Mit Rettung hier und stützen da, wird keine Heilung erreicht.
Der Patient ist krank und der Tod hat schon ein paar mal angeklopft.
Die Sage im Internet lautet: Es bricht alles künstlich zusammen, danach steigt etwas Neues, erdacht vor langer Zeit, wie ein Phönix aus der Asche auf. Sie werden Halleluia jubeln und dann vor Entsetzung brüllen. Die Reihenfolge muss in der Geschichte gewahrt bleiben.^^