Günther Oettinger : Steuererhöhung durch die Hintertür

Wir erinnern uns gerne an die ersten Tage des Herrn Günther Oettinger als EU-Kommissar. Noch leichte Anlaufschwierigkeiten mit der Kommunikation, eben so Menschen nah. Jeder dürfte sich noch an Unit One Oettinger talks Inglisch erinnern. Nun hat der Mann einen Plan auf der Hand, der in letzter Konsequenz, eine erhebliche Steuerbelastung für die Bürger darstellen wird. Manche nennen seine Pläne ehrgeizig oder übereifrig, andere wiederum wahnsinnig. Am Ende zahlen wir jedoch die Zeche.


Klima, Umwelt und Energiepolitik sind momentan ordentlich in Szene gesetzt. Da wäre man ja schön dumm, wenn man diesen Umstand nicht nutzen würde um den europäischen Bürgern gleich eine saftige Steuererhöhung durch die Hintertür verpassen würde und Ihnen dafür im Gegenzug einen Blauen Engel auf den Hintern klebt.

Denkt man nicht genauer nach, klingt die Ansage des Herrn Oettinger auf den ersten Blick auch lobenswert. Er möchte die EU-Staaten per Richtlinie zum Stromsparen verpflichten.
Vorerst auf freiwillig und zur Not per Zwang. Eine Mindestquote bei öffentlichen Gebäuden von 3 %, PRO JAHR. Auch das mag dem Beobachter nicht viel erscheinen, jedoch liegen in Europa laut der Welt ca 12 % des gesamten Immobilienbesitzes in Staatlicher Hand. Die Summen über die wir hier sprechen sind enorm und die Öffentliche Hand hat nur Schulden, daher wird der Steuerzahler diese ehrgeizigen Pläne bezahlen müssen.
Bereits jetzt trennen viele Kommunen sich zu SPOTPREISEN reihenweise von ganzen Straßenzügen, da diese sich nicht einmal die Sanierung unter den jetzigen Auflagen leisten können.

Bezahlbarer Wohnraum für sozial schwächere, immer öfter Fehlanzeige, besonders in Ballungsgebieten.

Was dem Herrn Oettinger zum Wort “Energieeffizeinz” einfällt meine Damen und Herren, lesen Sie im folgenden Zitat aus der Welt bitte selber:
Setzen die EU-Länder Oettingers Richtlinie nicht um, will der CDU-Politiker 2014 seine Energiesparmaßnahmen per Verordnung verpflichtend machen. Wer beim gemeinsamen europäischen Ziel einer Einsparung von 20 Prozent „weniger ehrgeizig ist, soll in seinen Sonntagsreden das Wort ,Energieeffizeinz’ in Zukunft besser nicht mehr benutzen“, warnte Oettinger. „Meine Zwei-Phasen-Strategie ist ein faires Angebot.“[1]

Auch die Vorgabe nur die teuersten Produkte und Dienstleistungen einzukaufen wird nicht folgenlos an unseren Geldbeuteln vorbeiziehen. Aber es gilt ja schließlich Energieeffizienzstandards einzuhalten.

Nun kommt noch der Orwellsche Teil, der direkt die Bevölkerung betreffen dürfte, ein “smart meter” für Jedermann. Nun könnten Sie sich fragen was sich hinter diesem hochmodernen und wohlklingenden Namen versteckt.
Ein intelligenter Stromzähler, der permanent per Internet mit dem Stromanbieter kommuniziert. Mit Hilfe dieses Albtraums sollen dann auch die Jährlichen Energieverbräuche der Haushalte jedes Jahr um 1,5 % zurückgefahren werden.
Wenn Sie sich auf der Zunge zergehen lassen, was das für Sie bedeutet, sollten Sie spätestens jetzt aufhorchen.

Wird man am Anfang noch Strafsteuern bezahlen wenn man Energie-Terrorist ist und 500 Kw/h zuviel verbraucht hat? Später dann mit Gefängnis bestraft?
Oder wird man seitens der EU die Elektrogerätehersteller verpflichten eine Art Fritzchip in alle Geräte einzubauen, der dann einer Behörde gestattet Ihre Elektrogeräte per Fernwartung abzuschalten? Huxleys schöne neue Welt?

Bereits beim Kindle-Skandal wurde zu Tage gefördert, wie solche Möglichkeiten mißbraucht werden können und das ist nur ein kleiner Teil der bereits heute vorhandenen Möglichkeiten.

Um sich von dem Schock und den Frust über Herrn Oettinger etwas zu erholen, hier nochmal Oettinger talks INGLISCH :D

Das Thema an sich ist zwar nicht spassig, allerdings muss man sich auch einfach mal entspannen.

Carpe diem

[1] http://www.welt.de/wirtschaft/article13444802/Europaeer-wehren-sich-gegen-Oettingers-Stromsparplan.html
Bild : Fotolia © Klaus Eppele

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50 Responses to Günther Oettinger : Steuererhöhung durch die Hintertür

  1. Lio sagt:

    Und noch was aus em Kästchen für TCPA gibt es Generalschlüssel und die waren bei Windows ja auch soooooo gut behütet.
    Uups ich plaudere schon wieder vielzuviel zu viel zu viel…………

  2. Sascha sagt:

    @Lio, die einen nennen es Motherboard, die anderen SuperIO-Sockel. :-)

    Aber was solls, im Grunde ist es wurst, weil wenn man die IT-Szene beobachtet, darf man eigentlich gar keinen Computer mehr haben.
    Es reicht schon ein Blick auf z.B. Heise-Security, ( http://www.heise.de/security/ ) , dort die linke Seite runterscrollen, und es wird einem schlecht, was fürn Schweizer Käse wir mit Windows haben.
    Und der Hype mit der ganzen Hackerei, Trojanern, Bot-Netze, macht das Ganze auch nicht zuversichtlicher.

  3. Irmonen sagt:

    alles kontrollieren, alles besitzen materiell und real jetzt auch ideell und geistig, und alles mit Steurn uud Abgaben belegen.
    Der ulitmative absolute Kontrollwahn – wie Ikarus nach dem göttlichen höheren greifen und gottgleich sein wollen.
    Der Absturz kommt absolut gewiss!!!

  4. Lio sagt:

    UND lasst die Finger weg von Windows 8.
    ein kleiner TIPP am Rande.

  5. Sascha sagt:

    @Lio, lässt du die Finger davon?
    Also ich werde es mir anschauen müssen. Aber das macht nix. Positiv sehen; ich kann euch dann hinterher sagen, welche Registryhacks man durchführen muss, damit es nicht allzu gesprächig ist ;-) )

  6. Lio sagt:

    @sascha
    Die bevorzugte Variante in der ersten Phase der Einführung ist ein “Fritz”-Chip – ein Smartcard-Chip oder Dongle, der aufs Motherboard gelötet wird. ;-)

  7. Lio sagt:

    neee natürlich nicht mir wird ja auch nicht schlecht. :-D hähhähähäh

  8. Lio sagt:

    @Sascha
    Aber Normalo sollte schon bei Alt bleiben sonst muss er latzen.

  9. Sascha sagt:

    Na das steht noch nicht fest. Und selbst wenn es so kommt, gibt es ja immer noch die Notwendigkeit einer Schnittstelle zwischen Hardware und dem OS. Es wird ein Treiber/Dienst benötigt. Der lässt sich umschreiben, ausklammern, überbrücken…
    Schau mer ma. :)

  10. Lio sagt:

    @29
    Ich find Mothb. einfacher verst. als SIOS

    :-D :->

  11. Lio sagt:

    @36
    Ich bin schon ganz aufgeregt wie immer. ;-)

  12. Sascha sagt:

    @Lio37: stimme dir zu. ;)

    @38: warum?

  13. Sascha sagt:

    @38: achso, jetzt hab ich das erst gepeilt. lol

  14. Irmonen sagt:

    @ 14 stupiedo
    Dann benutzt du hoffentlich kein aktuelles Thinkpad oder eine Fritzbox

    ??? was ist das???

  15. tonsetzer sagt:

    Wenn das durchgeht mit den Überwachungschips, und es sich parout nicht hardware-oder Softwaremäßig deaktivieren läßt, mache ich radikal Schluß mit dem ganzen Techniknonsens. Das geht ja gar nicht daß gewisse Firmen noch an Einem verdienen, dafür daß Sie einen dann überwachen. Ich war schon nicht schlecht am Stauen als ich neulich am Netbook einer Freundin feststellen mußte, daß es eine Windows 7 Version gibt, bei der man daß Hintergrundbild des Desktops nicht ändern kann. Es war ein Extra Programm vonnöten um diesen Mist zu umgehen. Nur ein kleines Beispiel aus der Rubrik “Warum Betriebssysteme immer nerviger werden”.

  16. Alienator sagt:

    Ich baue mir nen Freie Energie Generator, was alle Deutschen machen sollten und mal sehn an wen die dann ihren Rotz Atomstrom verkaufen wollen.
    http://www.youtube.com/watch?v=JRlsJDu-L_Q

  17. Alienator sagt:

    FREIE ENERGIE FÜR ALLEEEEE!! :-)

  18. Sascha sagt:

    @Tonsetzer
    Das war wohl die Windows 7 Starter Edition. Die hat noch einige Einschränkungen mehr. Darüber hinaus kann man sie nur vorinstalliert auf Netbocks finden und nicht einzeln erwerben.

    Einschräkungen dieser Edition:

    Nicht änderbar: Hintergrundbild, Farbschema, Soundschema,kein Aero,(Glaseffekt),keine Echtzeitvorschau in der Taskleiste, Netzwerk: keine Arbeitsgruppe erstellbar, (man kann nur einer beitreten), max. 1GB Arbeitsspeicher unterstützt, nur Single-Core Prozessoren verwendbar, Kein Dualmonitorbetrieb möglich, keine Touchscreenunterstützung, kein 64Bit.

    Es ist halt für die langsamen Netbooks gedacht, die ohnehin über die fehlenden Features eher dankbar sind, da sie sonst kaum noch bedienbar wären.

  19. Kama sagt:

    Bevor ich jetzt kotzen gehen, ein was gutes hat es aber auch.
    Wenn dann irgendwann mal die ganzen Staedte ihre Strasselichter abschalten, dann koennen wir Nachts die Sterne wieder sehen. :)

  20. roush sagt:

    Mein alter Gefrierschrank (Liebherr ca. 20 Jahre alt) hat vor einigen Monaten den Geist ausgehaucht.
    Das Geld für ein gutes Energie-Effizientes Neugerät fehlt. Da ich nicht mehr bevorraten kann, muss ich öfter Einkaufen fahren. Oder finanzieren. Da freut sich die Bank. Konsequenz: Dann kaufe ich statt Frosta, eben Dosen.
    Ökologie hin oder her, einerseits wird Energie gespart, an anderer Stelle wird mehr verschwendet.
    Unter dem Strich bleibt die Bilanz die Gleiche oder sie verschlechtert sich. Letztlich wird der Energiebetrug noch als Erfolg verkauft und weil wir alle weniger verbrauchen, steigen deswegen die Energiekosten, weil die Konzerne zu wenig absetzen und sie um ihre Bilanzen und Aktienwerte fürchten.
    Wie lustig.

    Das ist genauso wie mit der Wasserwirtschaft.
    Wir sollen Wasser sparen. Gut, machen wir. Jetzt merkt man, dass die AW-Kanäle reihenweise porös werden, weil die Faul- und Schwefelgase und die weiteren ätzenden Substanzen, die Substanz des Beton zerstört. Also geht die Abwasserwirtschaft dagegen vor und spült die Kanalisation mit Millionen Liter Trinkwasser, um diesen Effekt abzumildern. Dann werden die Trinkwasserpreise erhöht, weil die Anlagen damit gespült werden.
    Wie lustig.

    Städte und Gemeinden haben ihre öffentlichen Anlagen verkauft um sie zurück zu mieten, weil es billiger ist und in der freien Marktwirtschaft die Konkurrenz das Geschäft belebt. Mit dem Ziel die Preise für gewisse Dienstleistungen stabil zu halten. Der Schuss ging nach hinten los. Alles wurde teurer, Die Anlagen wurden nicht gepflegt, sind marode und weil hohe Kosten für die Sanirung fällig sind, wird der Verbraucher zur Kasse gebeten. Die Bürger bringt das auf die Palme und so manche Gemeinde hätte ihre Anlagen gerne wieder in eigener Hand. Da sie aber hoch verschuldet sind, sind Kredite dafür nicht bezahlbar, außer man würde die Preise drastisch anheben.
    Wie lustig.

    Gleiches gilt für die Abfallwirtschaft, gelber Sack und so weiter.
    Wie lustig.

    Alles völlig ökologisch und effizient.
    Das wäre mal schön. Dann bräuchte es auch nicht mehr so viel ätzende Satire.

    LG roush

  21. Irmonen sagt:

    @ 48 roush

    mal ein guter Komm, mit Galgenhumor, danke

  22. stupido sagt:

    sascha und lio

    Eigentlich schade mit den thinkpads…die einzig wartungs- und reparaturfreundlichen Notebooks…zu jedem gibts teile auf jahre und ein gewissermassen “Wie helfe ich mir selbst” fürs auto…schade…

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