Fachkräftemangel und eine neue Weltordnung

Frau Dr. Merkel und andere Politiker haben erkannt, dass Deutschland unter einem Fachkräftemangel leidet und wollen diesen in Kürze durch “Import” von Fachkräften beseitigen. Warum erkennt niemand die Ursache und beseitigt diese?


Mehr als einmal habe ich bereits darüber geschrieben, wie schlecht es um das Bildungssystem in Deutschland steht. Mit lächerlichen 13 Milliarden als Forschungs- und Bildungsetat spart Deutschland sich um die Zukunft.

Jede der vergangenen Bildungsreformen hat es verschlimmbessert und niemand fühlt sich berufen an diesem Umstand etwas zu ändern. In den sich rasant verlagernden Grundlagen der Wirtschaftsordnung kann nur noch die Forschung und Entwicklung das Ziel sein, um nicht völlig in der Belanglosigkeit zu versinken. Andere “Dritte Weltländer” machen es uns vor.

In Deutschland werden völlig falsche Anreize gesetzt und die Entwicklung geht in eine nicht tragbare Zukunft. Es ist allerhöchste Eisenbahn die dramatischen Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und in unsere Kinder und Jugendlichen zu investieren.

Die “Schwellenländer” überholen uns mit schwindelerregender Geschwindigkeit und selbst Länder wie der Iran und Venezuela wollen nun eine “neue Weltordnung” schaffen, in der das Vorherrschen des Westens bei der Lösung der internationalen Fragen abgeschafft wird.
Ria Novosti schreibt hierzu:

Ahmadinedschad und Chavez streben Herstellung “neuer Weltordnung” an

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad und sein venezolanischer Amtskollege Hugo Chavez haben bei einem Treffen in Teheran erklärt, dass sich ihre Länder im Streben, eine neue Weltordnung herzustellen, und darin einig seien, dass sie zusammen den Sieg über die gemeinsamen Feinde erringen würden.[1]

Nach meiner Einschätzung wird eine der entscheidenden Fragen, wie Tief wir fallen, darin liegen, wann wir unsere dekadente Position und den Übermut abschütteln. Es ist Zeit in die Hände zu spucken und zu erkennen, dass nicht nur Ägypten und Rom bereits auf den Halden der Geschichte gelandet sind, obwohl diese es nie für möglich gehalten haben.

Carpe diem

[1] http://de.rian.ru/world/20101021/257485152.html

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30 Responses to Fachkräftemangel und eine neue Weltordnung

  1. Frank H. sagt:

    Cheffe: Das neue Rom (EU) und das neue Ägypten (USA) haben noch gar nicht begriffen was ihnen geschieht. Man hat die Einwohner in seelenlose Maschienenmenschen verwandelt. Die Konsum- und Spassindustrie hat ganze Arbeit geleistet. Die einst geschundenen Völker verspotten ihre Peiniger.
    Traurig aber wahr. Man kann sich nur schämen, ändern kann man daran nichts. Wozu sich noch abmühen? Ich warte bis der Laden zusammenkracht. Dann reden wir nochmal darüber.

  2. Frank H. sagt:

    Bemerkenswerter Artikel aus Moskau zum Thema Umbau der Weltwirtschaftsordnung. Da ist was im Busch Leute. Im Schweinsgalopp nach Osten sag ich nur.
    Mit Empfehlung und weiteren eigenen Nachforschungswünschen an Euch.
    http://de.rian.ru/opinion/20101019/257476380.html

  3. watching sagt:

    Also das das Volk dumm gehalten werden soll (Thema Bildung), wissen wir doch alle schon. Es geht um Macht, Kontrolle und formbares Humanmaterial. Nur das ist der Motor unseres Systems oder besser der eigentliche Zweck.

    Das System ist nicht darauf ausgelegt Vielfalt in die Welt zu bringen und den Menschen die Gelegenheit zu geben, dass jeder seine Talente einsetzen darf, SONDERN es ist auf Ausbeutung aus. Nichts anderes. Und das macht jeder in der Hierarchie – ob Schnäppchenkäufer, Strukki, Unternehmer, Politiker, Rockefeller und was weiss ich. Denn die, welche nicht so handeln, finden sich in den Arbeitslosenforen und vegetieren dahin.

    Und wenn die Contra-westliche Welt ebenfalls eine “Neue Weltordnung” ersehnt, erleben wir gerade die Anfänge neuer, ideologischer – und sehr gefährlicher – Auseinandersetzungen. So ein Fass kann nur explodieren, wenn von allen Seiten Schwarzpulver eingestreut wird.

    Aber das wissen wir ja hier bereits schon längst.

  4. Sevekh sagt:

    Was mich wundert ist, warum überhaupt die Reden von Fachkräftemangel ist. Es gibt in D doch genug Studenten z.B. “Ingenieuranwärter”. Das Problem ist doch, dass man diesen keinen “finanziellen Grund” bietet um diese anspruchsvollen Studiengänge erfolgreich abschließen zu können. In Dänemark ist es z.B. so, dass jeder Student mit derselben Summe “BAföG” versorgt wird. (bis er fertig ist) Unabhängig vom Einkommen der Eltern, sozialer Status etc. Man hat sich den ganzen bürokratischen Aufwand, der ja bezahlt werden muss, gespart.
    Hat ein Student in D bis zu einem dritten Semester nicht alle Prüfungen bestanden, die notwendig sind, so bekommt er kein BAföG mehr und muss entweder nebenbei arbeiten gehen oder das Studium abbrechen. Da sind die “Nobel-Studenten”, die mit Papis BMW zur UNI ankommen und sowieso alles in der Hintern gedrückt bekommen von ihren Eltern ja total im Vorteil. (Dass diese oft nichts in der Birne haben…davon jetzt mal abgesehen) Das ist doch richtig unfair. Da müsste man ansetzten…bei der Finanzierung des Studiums. Man hätte mehr Menschen, die ein Studium erfolgreich absolvieren und halt mehr (deutsche)Fachkräfte!

  5. stavblue sagt:

    Weil wir keine Fachkräfte haben,
    bilden wir nun im Ausland welche aus,
    um diese dann anzuwerben????

    http://www.ftd.de/politik/international/:agenda-asien-gehen-die-fachkraefte-aus/50184445.html

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