Kleines Loch, große Wirkung

Es gibt derweil einige Videos im Netz, wo über große Gefahren durch die Bohrungen im Golf von Mexico berichtet wird. Es sind unterschiedliche Gesteinsformationen, Sedimentschichten und ein sehr großer Salzstock Gegenstand der Diskussion. Ebenso spielen die Methanhydrate eine immense Rolle. Sehr viele Menschen können sich leider nicht vorstellen, wie sensibel die geologischen Schichten durchaus sein können.

Ich möchte Sie hier zu einem kleinen Ausflug in die Vergangenheit einladen. Vielleicht erinnert sich noch jemand an ein Ereignis in der Stadt Staufen, welches diese im November 2008 buchstäblich vor eine Zerreißprobe stellte.

Der Plan damals war es, das Rathaus mit Geothermie zu heizen. Es wurden Sonden 140 Meter tief in die Erde getrieben und ab da nahm das Desaster seinen Lauf. Überall in der Stadt, taten sich tiefe und große Risse an und in Gebäuden auf.

Wikipedia hat hierzu folgendes zu sagen :

In Staufen traten nach dem Abteufen mehrerer Erdwärmesonden (mit je ca. 140 m Tiefe), zur Beheizung unter anderem des Rathauses, erhebliche kleinräumige Hebungen von bis zu 20 cm im bebauten Stadtgebiet auf, die zu großen Zerrungen und Stauchungen bzw. Schiefstellungen an Gebäuden führten. Über 200 Häuser wurden dabei erheblich beschädigt. Die Ursache ist offiziell noch nicht geklärt, wahrscheinlich fand aber eine Reaktion von Wasser mit Anhydrit (wasserfreier, dehydrierter Gips) statt.[38] Durch die Umwandlung von Anhydrit zu Gips nimmt das Gestein Kristallwasser auf, wodurch es an Volumen zunimmt. Geschieht dies großflächig, so wird die Ausdehnung ggf. zur Tagesoberfläche übertragen und führt dort zu punktuellen Hebungen, wodurch die Tagesoberfläche deformiert wird. Dadurch entstehen Risse an den betroffenen Häusern.[1]


Aus einer Lappalie, wurde für diese Stadt eine Katastrophe. Ein kleines Loch, verband zwei geologische schichten und das Unheil nahm seinen Lauf. In Bezug auf das Desaster im Golf von Mexico mehr als unbedeutend, allerdings für die Bewohner von Staufen ausreichend katastrophal. Damit möchte ich nur zeigen, wie sensibel diese Dinge sein können. Bis heute ist nicht wirklich abschließend geklärt, was die wirkliche Ursache in Staufen war. Und dort reden wir nur über 140 Meter.

Hier ein kurzes Video mit einigen Bildern aus Staufen:

Nun noch ein Video zum Bohrloch, dessen Korrektheit ich nicht bestätigen kann, allerdings klingt einiges hiervon sehr plausibel.

Carpe diem

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Geothermie#Staufen_im_Breisgau

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96 Responses to Kleines Loch, große Wirkung

  1. ich sagt:

    Gut, dass du Stauffen ansprichst, Cheffe.
    Genau aus diesem Grunde würde ich auf Geothermie verzichten. Da bezahle ich doch lieber etwas mehr Geld für die Heizung, als wenn ich mit meiner eigenen Investition das Haus ruiniere. Deshalb halte ich diese Häuser, welche auf Geothermie setzen und auch noch durch die KfW gefördert werden, für blanken Unsinn. Es ist eine einfach Volksverdummung.
    Haben nicht die Mayas die Regel gehabt, dass man die Erde nicht verletzen sollte? In die Erde ein 140m tiefes Loch – wenn auch klein – zu bohren, ist das etwa keine Verletzung? Wenn mir ein Arzt eine Spritze geben will, wie klein diese auch sein mag, so ist das Körperverletztung, wenn es ohne mein EInverständnis geschieht. Die Menschen machen das 1000-fach am Tag!!

  2. Ja hier im Saarland, haben wir auch grosse Probleme mit Bergbauschäden… keine Ahnung wie tief die sind… 700 -1200m… ganze Dörfer wo fast alle Häser Schäden haben…

    Aber wirkt der Druck im Meer nicht stabilisierend?

  3. Frank H. sagt:

    Vielen Dank für deine Mühe Cheffe. Wirklich gute Arbeit.^^ Die Zeit und die Natur werden nun uns zeigen wie stümperhaft der Mensch sein kann. Ich hoffs für Niemanden das es zum Gau noch kommt, aber auszuschliessen ist es nicht gänzlich, zumal man weiter im Golf von Mexiko herumbohrt und gierig Öl für die spritfressenden Autos der Amis fördert.

  4. tantenetti sagt:

    Was die im Golf von Mexiko veranstalten ist lebensgefährlich für millionen Menschen- es geht nur um Geld und Macht. Wer glaubt denn den Mist, dass das Bohrloch jetzt zu ist?
    Akrakadabra und das böse Loch ist zu? und dann plötzlich auch noch so einfach! BP muss ja tolle Hechte engagiert haben….., warum hat das denn nicht gleich geklappt?
    Müssten wir nicht schon seit mindestens 50 Jahren auf Erdölverzichten können? Warum wird überhaupt noch danach gebohrt und auch noch an so kritischen Stellen wie im Golf v. Mexiko? Welchen Zweck erfüllt jetzt die Aussage ” alles ok.”? Ich glaube wir sollen alle überrascht werden, wenn die ganze Sache hoch geht und eine Megatsunami von Amerika bis Europa das Land überschwemmt hat. Dann haben diese perversen Schw…. es erreicht – die Menschheit um ein vielfaches dezimiert und man kann endlich die NWO einführen. Wenn das keine Zielsetzung ist, na, dann weiß ich nicht?
    Hat jemand noch eine andere Idee dazu?

  5. kleriker sagt:

    moin cheffe,
    binde doch mal das video mit ein, habe ich auf NNE gefunden :mrgreen:

    was davon richtig oder falsch ist…keine ahnung. klingt aber auch plausibel.

    http://www.youtube.com/watch?v=wM5eYw3BALs

  6. Sacht ma Leute, ne vielleicht doofe Frage…

    Die Sonne spielt verrückt (so ziemlich die grösste Energieansammlung in der Nähe), wohl noch ein paar Jahre, diese magnetischen Sonnenwinde können wohl auswirkungen auf unsere Wahrnehmung haben wehen Magnetidendingensbumens in unseren Hirnen, In Brasilien schneits, in Russland brennts, Erdbeben an allen Enden, hier sind heute 14 Grad und Morgen 28….

    Über Haarp die wildesten Spekulationen, aber auf alle Fälle was, dass eine Schicht beeinflusst, die mit dem Magnetfeld der Erde zu tun hat.

    Und genau zu dem Zeitpunkt eine Riesenkatastrophe, die aller Augen und Hirne auf neue Theorien/Zukunftsängste/Neue Wege stürtzt,
    Immer neue Schlagzeilen, die die Menschen noch an die Bildschirme fesselt, Milliardäre werden zu Segensbringern,etc.,

    Scheint das was miteinander zu tun zu haben?

  7. Piezo sagt:

    Leute, der Meeresboden kocht gerade!
    Wie eine Armada von Raketen schießen scheinbar Methangasbläschen größflächig aus dem Meeresboden. Ich beobachte dieses Schauspiel nun schon eine ganze Weile und das Geblubber wird immer stärker (erinnert phasenweise an eine geschüttelte Sprudelflasche), die Bläschen immer größer, die Austrittsfrequenz immer dichter, die Geschwindigkeit des Nachobenschießens immer schneller. Heute früh fing es noch harmlos an, so alle 15 sek. sah man mal ein kleines Bläschen unmotiviert hochgleiten. Jetzt allerdings ist das Ganze mitlerweile zu einem Bläschen-Feuerwerk mutiert.
    Habe keinerlei geologische Kenntnisse, aber natürlich sieht das nicht mehr aus.
    Dreht euren Helligkeitsregler an eurem Monitor ordentlich hoch und schaut mal selbst eine Weile zu:

    http://mfile.akamai.com/97892/live/reflector:44838.asx?bkup=45135

    (Ocean Intervention III – ROV 2)

    Sollte das, was da austritt, tatsächlich Methan sein, so ist die Theorie mit den 2 Bohrlöchern obsolet.

  8. martina sagt:

    ich wollt Euch nur mal kurz was zeigen.
    Sieht nicht lustig aus

    http://boerse.bazonline.ch/markets/index.html

  9. dasende sagt:

    @ ich

    “Volksverdummung” & “1000fach am Tag”…das sind zum ersten deine Stichwörter…als zweites sprichst du von “Geld”, dann von “Investition”, dann von “deinem Haus” und dann von dem was die “Maja” “Erde verletzen” nennen…verletzt man etwa den Baum indem man einen oder zehn Ã�pfel pflückt…laÃ�t mich ohne euren “Hass” zu wecken sagen daÃ� “Hinterherhinken” untertrieben ist zu dem was ihr hier tut. Das ist aber nicht DAS Proplem wenn man gegen “Roger Federer(123Jahre die Nr1 auf der Welt…)” spielt. “Sie” haben die Disziplin von der “ihr” nur träumt, ihr aber habt(so hoffe ich zumindest)das Wissen/die Ahnung um die Unfehlbarkeit der Evolution die vom Materiellen ins sich ewig verfeinernde Feinstoffliche übergeht und euch so die Stärke gibt selbst “in der Gaskammer die Hoffnung nicht aufzugeben”…der Geist in euren Ideen ist eine “Pflanze” die die GenChemoKeule der “Elite” definitiv NICHT überlebt..deswegen diese “Samenbank” in der Arktis….ihr(diejenigen die davon sprechen daÃ� 90% des Internets aus Porno bestehn(leider auch …88% der Besucher dieses Forums)))seid Ã�BERFLÃ�SSIG…ernsthaft…drückt mir den “NaziStempel” auf die Stirn aber eine BioHonigwein saufende sich auf Holzbalken prügelnde Gesellschaft hat keine Zukunft?!!…kennt jemand die Berichte über Urzeitpflanzen die mit Hilfe einfacher elektrischer Felder wieder zum Leben erweckt werden…die Zeit des “Aussterbens” ist vorbei!
    ,
    eure natürliche Selektion

  10. stupido sagt:

    @8

    Kochen, nenn ich was anderes…ABER – wieso verändert sich oben rechts in der ecke die angabe von ALT + BTY?? (schlecht zu erkennen) fast ständig, wenn das ding stationär auf dem Meeresboden steht???

  11. Stefan U. sagt:

    @ #1

    nö haste recht, lustigsieht anders aus ! Aber ich kann daran einfach nichts besonderes erkennen. Also jetzt wo ihr so zeugs an den Haaren herbeizieht, fängt schön langsam die unglaubwürdigkeit an!

  12. Piezo sagt:

    @stupido

    Um das genau Ausmaß zu erkennen, musst du deinen Helligkeitsregler soweit hochdrehen, dass das Schwarz des Meereshintergrundes (Dunkel-)Grau erscheint (bei meinem Monitor ist das der Anschlag, das Maximum). Dann erst werden die Bläschenschlieren/-bahnen und deren Menge sichtbar.

    Zum Vergleich: Alex Higgins hat vor ca. 18h ein Video von dem gleichen ROV/Boden erstellt, zu dem Zeitpunkt war das Bohrloch erst frisch mit Zement “abgedichtet”; in seinem Video schweben die Bläschen sehr langsam nach oben. Jetzt allerdings haben sie dramatisch zugenommen (in Größe und Anzahl) und schießen geradezu nach oben.

    Alex’ Video:

    http://www.youtube.com/watch?v=s-VuOTmTbXQ&feature=player_embedded#!

  13. dasende sagt:

    hab ich also in einem einzigen absatz direkt die wurzel der existenzberechtigung dieser seite gepackt oder warum wird mein “destruktiver…” kommentar ZENSIERT!!???

  14. stupido sagt:

    Je länger ich das ganze betrachte, den weg der blasen beobachte (die ja stets senkrecht aufwärts streben sollten), sowie auch, wie vorbeischwimmende aale schwimmen, desto mehr komme ich zu dem schluss, die kamera ist nicht horizontal ausgerichtet, sondern vertikal an einem abhang?

  15. stupido sagt:

    Nachtrag:

    Jetzt steigen sie senkrecht – ich sollte nix mehr dazu sagen – das ganze varriert staendig…

  16. Oliver sagt:

    Sorry, aber ich seh da gar nicht so viel Öl, auch wenn ich den Screen hochregele.

    Zu den Methanbläschen würde mich interessieren, ob die vor einem halben Jahr auch schon geblubbert sind oder seit wann die so blubbern?

    Unabhängig davon: diese Regenbogenschlieren auf offener See sind ja sehr großflächig! Aber wir hatten in der Schule behandelt, dass sich Öl auf Wasser hauchdünn, also nur mit einer Dicke von einem Molekül verteilt.
    Wenn man mal an der Tankstelle auf nassem Untergrund Öl oder Benzin verklckst hat, dann gibt es diese Schlieren über viel Quadratmeter verteilt von nur einem Tropfen!

    Um solche Schlierenn auf hoher See zu bewirken, müsste man meiner Meinung nach gar nicht sooo viel Öl (paar Liter?) verschütten?

    Also nach diesem Video

    http://www.youtube.com/watch?v=Jnb2ZAdCzGw&feature=related

    tendiere ich umso mehr zu der Erklärung “Panikmache”, fear mongering

  17. Piezo sagt:

    @13

    das mit dem abhang ist schwer zu beurteilen, die perspektiven können täuschen, wenn in einem raum kaum orientierungspunkte vorhanden sind.

    aber apropos aale, welche da durchgeistern, ich hab die auch gerade gesehen; der zweite am oberen bildrand sah schon recht belämmert aus, der torkelte geradezu durchs wasser. wikipedia weiß auch, warum:

    “Methan ist ungiftig, die Aufnahme von Methan kann allerdings zu erhöhten Atem- (Hyperventilation) und Herzfrequenzen führen, es kann kurzzeitig zu niedrigem Blutdruck, Taubheit in den Extremitäten, Schläfrigkeit, mentaler Verwirrung und Gedächtnisverlust, alles hervorgerufen durch Sauerstoffmangel, führen. Methan führt aber nicht zu bleibenden Schäden. Wenn die Symptome auftreten, sollte das betroffene Areal verlassen und tief eingeatmet werden, falls daraufhin die Symptome nicht verschwinden, sollte die betroffene Person in ein Krankenhaus gebracht werden.”

    ;-)

  18. marcoprive sagt:

    Moin anbei mal die Daten für meine Lieblingsseite zum Thema DW im GVM
    Hätte mir nie im Leben gedacht das ich mir mal über Monate so eine Schei.. im
    WEB ansehe, http://www.sanaracreations.fi/rov-feeds/index.html
    Was ich mich Frage ist, wenn jetzt alles OK ist! wenn jetzt alles so geklappt hat,
    warum macht BP jetzt keine Mega Medien Party für Ihren neuen Boss?
    Warum machen die ROV´S am Meeresboden keine Purzelbäume vor Freude?
    Warum steigen die BP-Aktien nicht wieder ins Nirvana?..
    Ich weiß nur eins wenn der nächste Sturm ala Katherina im GVM auftaucht
    (und er wird kommen) ist Ende im Gelände. Über die Zahl der Tiere die bis jetzt
    Ums Leben gekommen sind, scheinen sich nur wenige nen Kopf zu machen. Es macht
    Sich auch kaum einer nen Kopf über die Leute die mit Fisch ihre Aktienkohle machen.
    Zb. Red-Lubster US.
    Mit freundlichen Grüßen Yossarian

  19. Irmonen sagt:

    laut Nachrichten hat Obama das Bohrverbot aufgehoben und weitere 300 beantragte Tiefenbohrungen im Golf von Mexico genehmigt, Wenn schon Desaster dann gleich noch eins drauf oder?
    Die Natur ist garantiert stärker als wir Menschen mit unserem Spatzenhirn, und wird entsprechend reagieren. Ob uns das dann gefällt oder nicht.

  20. Piezo sagt:

    @15, oliver

    von öl war nie die rede, es ging um methanbläschen, die in ihrer menge und größe zunehmen.

    vor einigen wochen wurde das thema des lecken bodens in verschiedenen blogs konzentriert besprochen (u.a. bei higgins). damals habe ich den meeresboden des öfteren mit der “max-helligkeits-methode” betrachtet, und sporadisch seitdem immermal wieder. bisher war das, was zu sehen war, als “harmlos” zu bezeichnen – mit der nötigen phantasie hätte man sonstwas in den schwebeteilchen erkennen können und hätte sich leicht in wüsten spekulationen wiedergefunden, ein phänomen, was ja leider allzuhäufig zu beobachten ist und seine ursachen meiner ansicht nach im schwarz-weiss-denken hat: eine gefahr wird gedanklich soweit hochgepusht, bis am ende nur noch die totale katastrophe als denkbare konsequenz stehen kann. da sind die wenigsten menschen gefeit davor, vor allem, wenn es an verlässlichen informationen mangelt und die wenigen infos zu dem jeweiligen weltbild passend zurechtgerückt werden (müssen).

    diese eigenart sagt in erster linie eine menge über den menschen aus, aber trägt wenig zu einen objektivierbaren wahrheitsgehalt einer sache bei – sofern dies überhaupt möglich ist.

    fehlende infos sind also wurzel allen übels und da fehlt mir auch das verständnis, weshalb hier von medialer seite, z.b. in diesem konkreten fall, nicht nachgehakt wird oder sich unabhängige instanzen stärker in die untersuchung einschalten (ich weiß, hier ist das problem der definition von unabhängigkeit noch nicht weiter verifiziert, das ist ein weites themenfeld).

    wenn man in der gasbläschenfrage also bei den fakten bleiben will, so kann man lediglich eine zunahme der gasbläschen beobachten. und nicht mal diese annahme ist gesichert, da man den boden ununterbrochen hätte beobachten müssen. weitergehend wissen wir noch nicht einmal genau, ob es sich dabei überhaupt um gas oder methan handelt, es ist lediglich eine annahme, die sich auf die uns vorhandenen/gegebenen infos stützt.

    will man jeglichen raum für spekulationen eliminieren, so bleibt streng genommen am ende nichts anderes übrig, als selbst augenzeuge zu werden, sich vor ort zu begeben und eigene nachforschungen anzustellen. das ist recht realitätsfern, daher haben wir ja die medien, die aber ihrem auftrag nicht mehr gerecht werden, zumindest nicht mit der konsequenz, die man erwartet und sich wünscht.
    und da sind wir wieder bei der abhängigkeit gelandet, von der die medienvertreter selbst behaupten, nicht befreit zu sein.
    also entsteht wieder viel raum für glauben und neuer stoff auf blogs wie diesen, der ebenso nicht komplett finanziell unabhängig organisiert sein dürfte und seine existenz den vielen zugriffen verdankt, die ja auch weiter generiert werden müssen (vielleicht daher der oft ‘plakative’ stil in der themenwahl und den inhalten).

    im ölbohr-fachblog “the oil drum” hatte ich kürzlich in dem eintrag eines users gelesen (der von sich behauptet, 25 jahre praktische ölbohr-erfahrung zu haben), dass es ein fehler von bp war, das loch zuerst von oben zu dichten, da dann die bottom kill-operation riskanter und schwieriger wird. er verwies dabei auf eine info die ihm vorläge, die besage, dass einer der entlastungskanäle eingebrochen sei und wohl daher reagiert werden musste, indem man zuerst von oben zementiert. er meinte, das sei eigentlich purer aktionismus und würde das loch nicht auf dauer verschliessen. wenn man davon ausgeht, dass der ursprüngliche bohrkanal bei dem blow-out geborsten ist (wozu nur gerüchte im umlauf sind und die tatsache, dass der ersehnte druck beim verschliessen nicht generiert wurde), so wird mit hoher wahrscheinlichkeit öl und gas ins erdreich dringen, soviel kann keiner bestreiten. was dieses ausrichten kann, wissen wohl nicht einmal die sog. experten mit gewissheit, denn von geologenseite gibt es auch hierzu widersprüchliches zu vernehmen.

    der öl-driller meint, dass die gesamte stabilität des bohrkanals leiden wird und ein kippen des bops droht, was dann einen großen krater erzeugen würde, der dann ireparabel sei. er hätte einen solche fall selbst in nigeria erlebt und sie wären dem problem nicht wirklich beigekommen.

    so, jetzt haben wir einen weitere fachmannsmeinung aus virtuellen sphären, der eine weitere, besorgniserregende aussage in den raum wirft. ob seine behauptungen überhaupt der wahrheit entsprechen, ob er überhaupt im bohrgeschäft praktisch tätig ist, ist dabei nur ein punkt, der in frage gestellt werden kann, auch wenn er im forum mit viel fachwissen brilliert, und das, ohne nenneswerte intervention von den anderen fachleuten dort.

    sollte diese öl-geschichte komplett daneben gehen, sollte also der boden platzen, der bop bersten und alle weiteren rettungsversuche scheitern, bleibt doch nur die eine frage interessant, wieviel öl denn in dem reservoir vorhanden ist. auch dazu haben wir von offizieller seite keine angaben vorliegen, die werte differieren zwischen ‘genug für ein jahr’ bis zu 30 jahren ölaustritt.

    dann würde die quelle also in jedem fall noch einige zeit sprudeln und ne riesensauerei anrichten, vor allem an den südlichen küsten der usa und denen der karibikstaaten.

    an apokalyptische szenarien wie kontinentalabfälle, mega-tsunamis, giga-methanexplosionen, golfstromausfall, etc. glaube ich persönlich nicht. allein im golf gibt es über 7.000 bohrungen, dazu weltweit wohl noch ein vielfaches davon – und bisher ist ausser olpesterei nicht viel passiert, auch bei den größeren unglücken wie jenem aus den 70er jahren.

    ist aber auch nur ein glaube, einer unter vielen hier. die zeit wird antwort geben. danach kann man sich ja neu eichen.

  21. Oliver sagt:

    @19 Danke für den nüchternen und sachlichen Beitrag Piezo

  22. Martin sagt:

    Mit meinem Notebook-Lautsprechr verstehe ich leider die Aussagen in diesen Filmen ziemlich schlecht.

    Was ich aber gerade in der Leserzeitung von kreuz.net gefunden habe, war schon happig. Es wurde hier auf folgenden YouTube-Film verwiesen:

    http://www.youtube.com/watch?v=wM5eYw3BALs

    Dort wird behauptet, dass die schlimmsten Horror-Szenarien Wirklichkeit werden: Einbruch des Bodens, also Tsunami, Austritt giftiger Gase wie Schwefelwasserstoffe, die zu einer Vergiftung von 30 Millionen Menschen in den angrenzenden Gebieten der USA führen, immer vorausgesetzt, ich habe es einigerma�en richtig verstanden.

    Der Film ist auf jeden Fall ebenso sehenswert wie die hier gezeigten Filme. Vielleicht hat jemand anderer schon darauf verwiesen.

    Eine allgmeine Bitte: Was viele vielleicht hier nicht wissen: Der katholische Sender

    http://www.kreuz.net

    prangert die Missstände in der katholischen Kirche, die von eingeschleusten Freimaurern verursacht wurden, rücksichtslos an. Er hat sich rasch zum vermutlich grö�ten Alternativ-Internetmedium hochgemausert.

    In der Leserzeitung (dritter Block in der Spalte rechts) kann jeder schreiben, was er will. Kurzartikel oder nur Link-Artikel auf Infokrieg-Seiten würden die Bekanntheit der Inforkrieg-Seiten stark erhöhen.

    Also bitte: Ganz besonders interessante Infokrieg-Artikel auch in der kreuz.net-Leserzeitung kurz zusammenfassen und verlinken.

  23. oil-spill-beobachter sagt:

    @Cheffe, @All, WICHTIG, BREAKING NEWS!

    hier: http://www.proxywhore.com/invboard/index.php?showtopic=207594&view=findpost&p=2741734

    gibt es einen interessanten Ansatz:

    - nur 1 Loch, 1 BOP
    - die können ja nicht nur senkrecht bohren, wie bei den Entlastungsbohrungen erkennbar
    - die haben nach 13.000 Fuß Tiefe die unteren 2.000 Fuß mit Zement versiegelt und dann ab 11.000 Fuß in eine andere Richtung weitergebohrt, nämlich dorthin, wo Well B geplant war.

    Warum?
    Ganz einfach: weil es mit Loch A Probleme gab und sie schon extrem in Zeitverzug waren!

    Das klingt für mich sehr plausibel.
    Was meint ihr dazu?

  24. Schwarzblut sagt:

    Gehört hier zwar nicht hin, aber kann jemand mal Cheffe bescheid geben das in Indonesien nen Vulkan ausgebrochen ist? Das würde die extreme Bebenaktivitäten in der letzten Zeit da erklären…

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