BP, Exxon und Corexit, so funktioniert Vetternwirtschaft

Ein New York Times Artikel vom 13. Mai sollte eigentlich jedem die Schuhe ausziehen, wenn er ihn liest. Die Verquickungen sind wirklich erstaunlich und ebenso befremdlich. Wer meinen Artikel “Deepwater Horizon: Corexit 9500 ,das Gift auf leisen Sohlen” gelesen hat, wird sich Fragen um Fragen stellen.

Mit der Überschrift “Less Toxic Dispersants Lose Out in BP Oil Spill Cleanup” beginnt der Artikel, der tief blicken lässt in die Seele der Beteiligten. Übersetzt bedeutet es soviel wie: Weniger toxische(giftige) Dispersonsmittel(Bindemittel) verlieren bei Beseitigung des von BP ausgelaufenem Öls.

Es gibt wesentlich bessere Mittel, mit wesentlich geringerer Toxizität, diese werden aber nicht benutzt und ein weiterer Absatz in diesem Artikel, macht auch schnell klar warum:

So far, BP has told federal agencies that it has applied more than 400,000 gallons of a dispersant sold under the trade name Corexit and manufactured by Nalco Co., whose current leadership includes executives from BP and Exxon. And another 805,000 gallons of Corexit are on order, the company said, with the possibility that hundreds of thousands of more gallons may be needed if the well continues spewing oil for weeks or months. [1]

Übersetzt:

Bisher hat BP den Bundesbehörden mitgeteilt, das es mehr als 400.000 Gallonen (1,5 mio l) eines Dispersionsmittels das unter dem Namen Corexit gehandelt und von der Firma Nalco & Co hergestellt wird, verkauft hat, in dessen Aufsichtsrat Führungskräfte von BP und Exxon sitzen.

Weitere 805.000 Gallonen (3,2 mio l) sind bestellt, sagte die Firma, mit der Option, das 100 tausende weitere Gallonen gebraucht werden, sollte das Ölweitere Wochen oder Monate sprudeln.

Hier dürfte jetzt wirklich klar werden, warum ein Mittel “ausgespielt hat” im Rennen mit weniger toxischen Mitteln. Es geht wie immer,….um den guten alten Profit! Spätestens hier müsste wirklich eingeschritten werden. Abermals empfehle ich meinen Artikel Deepwater Horizon: Corexit 9500 ,das Gift auf leisen Sohlen, wo wirklich gut beschrieben ist, wie die Folgen dieses Mittels sind.

Of 18 dispersants whose use EPA has approved, 12 were found to be more effective on southern Louisiana crude than Corexit, EPA data show. Two of the 12 were found to be 100 percent effective on Gulf of Mexico crude, while the two Corexit products rated 56 percent and 63 percent effective, respectively. The toxicity of the 12 was shown to be either comparable to the Corexit line or, in some cases, 10 or 20 times less, according to EPA.[1]

Übersetzung:

Von den 18 Dispersionsmitteln, deren Verwendung die EPA genehmigt hat, wurden 12 gefunden, die effektiver sind bei dem Rohöl in süd Lusianna als Corexit wie die EPA Daten zeigen.
Zwei von den zwölf haben 100 % Wirksamkeit bei dem Röhöl im golf von Mexiko, während die beiden Corexit Produkte nur eine Effizienz von 56 Beziehungsweise 63% haben.

Die Toxizität der zwölf war entweder vergleichbar, oder sogar 10-20 Fach niedriger im Vergleich zum Corexit, teilte die EPA mit.

Wer ist die EPA–> http://de.wikipedia.org/wiki/Environmental_Protection_Agency

Ausverkauf der Umwelt und Natur, gegen Profit! Ein Würgen kann ich mir nur schwer verkneifen.

Carpe diem

[1] http://www.nytimes.com/2010/05/13/business/energy-environment/13greenwire-less-toxic-dispersants-lose-out-in-bp-oil-spil-81183.html

Weiterer guter Artikel zum Thema : http://www.tagesschau.de/ausland/oelpest248.html ( Ob Corexit jetzt wirklich verboten wurde, vermag ich nicht zu beurteilen, muss geprüft werden)

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44 Responses to BP, Exxon und Corexit, so funktioniert Vetternwirtschaft

  1. XOX sagt:

    @ Franziskus

    aber nicht von steigenden Lebensmittel- und Ölpreisen, der Petrodollar ist WELTLEITWÄHRUNG, darum.

    so verstanden.

  2. monoton sagt:

    Die Welt geht den Bach runter und es scheint irgendwie niemanden zu interessiern! Habs heut ma wider probiert in der Arbeit ein paar Leute bischen wachzurütteln. No Chance. Ich verstehs einfach nicht! Aber die Leute werden schon noch aufwachen! Das ganz dicke Ende bei der Sache kommt erst noch und dann wird das Geschrei groß sein … nur leider ist es dann warscheinlich schon zu spät!

  3. vandenberg sagt:

    falls es jemand interessiert:

    Antwort von BP/Horizon hinsichtlich meines Beton-Lösungsvorschlags:

    Dear …,
    Thank you so much for taking the time to think
    about and submit your proposed solution regarding the Horizon incident.
    …Your submission has been reviewed for its technical merits. A similar approach has already been considered or planned for possible
    implementation. All of us on the Horizon Support Team appreciate your thoughts and efforts.
    Sincerely yours,
    Horizon Support Team

    (Kumpel bekam: “..that your idea falls into one of the following ART categories: Already
    Considered/Planned, Not Feasible, or Not Possible, and therefore will not be
    advanced for further evaluation..”

  4. XOX sagt:

    @ monoton

    [wachzurütteln]

    Kenne ich!

    Du kennst vielleicht die Email-Adresse von denen?

    Keinen Text sondern ein Vid senden und dann deinen Kollegen sagen:

    “Hab da so ein Vid geshen, verstehst du, was die da sagen?”

    25.06.2010 | Andreas Popp zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

    http://info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=87

  5. [...] Inkompetenz und Sparwut von BP verursachten Umweltkatastrophe nie dagewesenen Ausmaßes, hat Infokrieger.News heute einen Artikel veröffentlicht. Er bezieht sich zwar auf einen Artikel, der schon am 13. Mai [...]

  6. Sunshine sagt:

    @monoton:ja , kenn ich , fast niemand merkt was..
    habe heute mit einer Person gesprochen , der ist nicht aufgefallen , das sowenig über diese Ölpest berichtet wird , wahrscheinlich auch kein Interesse…
    manchmal glaube ich ich bilde mir das nur ein…es kann nicht sein , das ich denke , da könnte demnächst was grosses passieren und mein Umfeld scheint nicht viel zu merken..
    entweder bin ich blöd und verrückt oder die anderen ?

  7. fryheyt sagt:

    ja sunshine, so gehts mir auch, … ich betreibe seit jahren mundpropaganda, und nur die allerwenigsten bekamen interesse …für die meisten sind die gräuel der welt zu grausam und man will sich nicht viele gedanken darum, sondern eher um sein eigenes leben machen.
    zu hören bekommt man recht oft, man würde nur schwarzmalen, wenn man sich nicht mehr bücken will und sich die welt ganz genau ansieht, sich die leiden ansieht und analysiert.

    das gespür für die gefahr fehlt den allermeisten an den luxus gewöhnten menschen.

    wird unser kampf nach freiheit und wahrheit jemals enden?

  8. Conclave sagt:

    Im Kampf gegen die verheerende Ölpest im Golf von Mexiko holen sich die US-Behörden internationale Hilfe.

    “Die USA werden 22 Hilfsangebote von zwölf Ländern und internationalen Organisationen annehmen”, erklärte das US-Außenministerium in Washington. Dazu zählten Schnellboote für das Aufsammeln von Öl an der Meeresoberfläche sowie schwimmende Brandschutzbarrieren. Derzeit würden die Modalitäten der Hilfslieferungen abgestimmt. Diesen Artikel weiter lesen
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    Im Golf von Mexiko strömen täglich Millionen Liter Öl ins Meer, seit dort am 20. April die Bohrinsel “Deepwater Horizon” des britischen Ölkonzerns BP explodiert und kurz darauf gesunken war. Die Bemühungen um eine Eindämmung der Umweltkatastrophe waren von zahlreichen Pannen und anderen Rückschlägen überschattet. Das Krisenmanagement von BP, aber auch der US-Regierung stieß wiederholt auf scharfe Kritik.

    Der britische Energiekonzern BP schlug hat infolge der Ölpest im Golf von Mexiko unterdessen einen Notfallfonds für derartige Vorfälle vor, an dem die gesamte Branche beteiligt sein soll. Nicht nur höhere Kosten bei der Ölförderung, vor allem die Folgekosten von Unfällen wie dem Untergang der BP-Bohrplattform “Deepwater Horizon” vor zehn Wochen, seien ein Problem, sagte der BP-Chefökonom Christof Rühl der Zeitung “Financial Times Deutschland”. Kleinere Unternehmen könnten solche Kosten nicht tragen. “Das ist eine Schwäche im System, die angegangen werden sollte,” forderte Rühl.

    Es müsse über eine bessere Handhabung von Risiken nachgedacht werden, sagte der ranghöchste deutsche BP-Manager der “FTD”. Es sei wichtig, weiterhin auch weniger kapitalstarke Unternehmen an den komplizierten Bohrungen im tiefen Wasser zu beteiligen. “Schließlich sind auch gerade die kleineren Firmen oft die Triebfedern des technologischen Fortschritts”, sagte Rühl.

    Die Auswirkungen der Ölpest werden nach Rühls Einschätzung für die Branche “spürbar sein”. Er rechne damit, dass die US-Regierung die Sicherheitsstandards verschärfe und das Bohren in dem Land, das derzeit wegen niedriger Steuern noch sehr lukrativ sei, teurer werde. “Insgesamt sind die Projekte aber so kapitalintensiv und der technologische Fortschritt so rapide, dass die Kosten sich relativieren werden,” sagte Rühl. Die derzeit sehr hohen Raten, mit denen die Ölkonzerne ihre Unfallrisiken versichern, würden “wieder sinken, wenn die Industrie und die Regulierungsbehörden Methoden entwickelt haben, die die Sicherheit verbessern werden”.

  9. Conclave sagt:

    Nachtrag:….KOTZ………………

  10. NAhTOd sagt:

    Der Meeresboden wackelt wohl schon …

    http://www.iris.edu/seismon/

    Gruss

  11. XOX sagt:

    Sind heute als Wh. auf Phönix 6.00-7.30, sind sehr gut!

    ARTE DOKU
    Eis aus der Tiefe – Klimaforschung am Meeresgrund

    http://en.sevenload.com/videos/CiLbr0k-Eis-aus-der-Tiefe-Klimaforschung-am-Meeresgrund

    WDR – Die Story

    Wem gehört das Meer – Wettlauf um die letzten Rohstoffe

    http://www.youtube.com/watch?v=5WElEVdLrww&feature=related

  12. [...] Ein New York Times Artikel vom 13. Mai sollte eigentlich jedem die Schuhe ausziehen, wenn er ihn liest. Die Verquickungen sind wirklich erstaunlich und ebenso befremdlich. Wer meinen Artikel “Deepwater Horizon: Corexit 9500 ,das Gift auf leisen Sohlen” gelesen hat, wird sich Fragen um Fragen stellen. Mit der Überschrift “Less Toxic Dispersants Lose Out in BP Oil Spill Cleanup” beginnt der Artikel, der tief blicken lässt in die Seele der Beteiligten. Übersetzt bedeutet es soviel wie: Weniger toxische(giftige) Dispersonsmittel(Bindemittel) verlieren bei Beseitigung des von BP ausgelaufenem Öls. Es gibt wesentlich bessere Mittel, mit wesentlich geringerer Toxizität, diese werden aber nicht benutzt und ein weiterer Absatz in diesem Artikel, macht auch schnell klar warum… Weiterlesen… [...]

  13. XOX sagt:

    US-Verfassung im Öleimer

    Jetzt beklagt sich selbst CNN,

    dass es ohne jede Relevanz für Sicherheit oder Funktionieren der Aufräumarbeiten für Journalisten keinen Zugang zu relevanten Stellen im Golf von Mexiko mehr gibt.

    http://www.unzensiert.zeitgeist-online.de/2010/07/03/us-verfassung-im-oleimer/

  14. [...] (von infokriegernews.de): Bisher hat BP den Bundesbehörden mitgeteilt, das es mehr als 400.000 Gallonen (1,5 mio l) eines [...]

  15. Frank H. sagt:

    Der BP Unfall wird nicht mehr behoben werden. London City Vatikan Mafia hat so entschuieden. Es ist gewollt die Ozeane zu vergiften. Der finale Akt ist gestartet. lupo cattivo sieht die Lage so:
    http://lupocattivoblog.wordpress.com/2010/07/07/5-update-zu-katastrophe-voraus-2/
    Ich sehe es nach den ganzen Dingen ähnlich, dass die Sekte niemals ihren Profit hergeben wird und alles versucht die Resourcen zu strecken, indem sie die Mitesser umbringt. Ja ich sage laut: Sie töten was sie lieben.

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