Griechenland: Mit Lügen über den Berg mogeln?

Faszinierende Wortschöpfungen, welche gebraucht werden, um uns für Dumm zu verkaufen. Es wird von bilaterale Hilfen von allen Staaten der Währungsunion gesprochen. Welch ein Glück, dann sind wir ja alle ein Stück schlauer. Die Wahrheit, traut sich aktuell keiner der Ehrenwerten Herren zu sagen, denn dann gäben sie eine direkte Angriffsfläche.

Auf die großen Euro-Länder Deutschland und Frankreich dürfte dabei eine besondere Verantwortung zukommen. Wie viel Geld die Euro-Länder im Krisenfall schultern müssen, blieb offen, es dürfte sich aber um Milliardenbeträge handeln. Laut Spekulationen könnte das Gesamtpaket einen Umfang von mindestens 25 Milliarden Euro haben.[1]

Hier möchte ich noch einmal die HRE ins Gedächtnis rufen als eines von vielen Beispielen. Man wird uns vermutlich mitteilen, das Griechenland “Systemrelevant” sei und es keine Alternative zum Bailout gebe.
An vorderster Front stehen Deutschland und “Frankreich”, wo ich mir ein leises Lachen nicht verkneifen kann, denn Frankreich steht bereits mit aufgeknüpftem Spendensäckel direkt in der Polonaise hinter Spanien und Italien.

Die obersten Kassenhüter aller 27 EU-Staaten werden an diesem Dienstag in Brüssel abermals über Griechenland beraten. Sie wollen förmlich feststellen, dass die radikalen Sparmaßnahmen in dem Land ausreichen, um die strikten Vorgaben der EU im laufenden Jahr zu erfüllen.[1]


Ich denke hier ist ein Kommentar überflüssig.

Juncker sagte, die gefundene Lösung enthalte keine Staatsgarantien und werde – im Fall eines Falles – von allen Euro-Staaten geleistet.[1]


Um die Verwirrung bei den Bürgern auch komplett zu machen, folgt auch direkt noch ein Dementi der Bundesregierung:

EU vertagt Griechenland-Rettung
Man habe sich über Hilfen für Athen geeinigt, hieß es nach dem Treffen der Euro-Finanzminister. Jetzt widerspricht Deutschland: Vorerst werde nichts vereinbart. Sollte es doch zum Notfall kommen, hätte Berlin gerne den IWF an Bord.[2]


Mein Fazit, das Deutsche Steuersäckle ist der Plünderung preis gegeben und die Polonaise ist im Anmarsch unseren Sparstrumpf zu plündern. Die Regierung überlegt sich derzeit, wie sie es so verpacken kann, dass sie dem Raubzug freies Geleit geben, ohne dabei angreifbar zu werden. Als kleines I-Tupferl möchte ich noch einmal auf unser RIESEN Konjunkturpaket in Höhe von 6 Mrd. Euro hinweisen, welches die Regierung in die eigenen Landesgrenzen gesteckt hat.

Wie heißt es doch so schön: “Wer solche Politiker hat, braucht keine Feinde”

Carpe diem

[1] http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E76AAD959580147B2BA071EA9981F3485~ATpl~Ecommon~Scontent.html
[2] http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-eu-vertagt-griechenland-rettung/50089187.html

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